Archiv der Kategorie: Vor Ort und Region

Das hat Spaß gemacht – das machen wir noch mal!

Trainingslager der Laager Laufgruppe war ein tolles Erlebnis

Natürlich drehte sich beim diesjährigen Trainingslager der Laager Laufgruppe sehr viel um den Laufsport, aber eben nicht alles!

Neben den täglichen Trainingseinheiten nutzten die Ausdauersportler die fünf tollen
Tage auch, um die Güstrower Schlossquell GmbH zu besichtigen. Es stand der
Besuch des Fußballspiels Hansa Rostock gegen den Vfl Bochum auf dem Programm.
Zudem gab es einen Schwimmnachmittag, einen Kegelabend und ein zünftiges
Grillfest im „Ballhaus“ der Recknitzstadt. Dieses hatte auch die
komplette Verpflegung angeboten und so den Sportlerinnen und Sportlern ideale
Voraussetzungen geboten. Sportlich wurde ein langer Ausdauerlauf der Höhepunkt des
Camps. Während die Jungen und Mädchen 60 Minuten liefen, nutzten die
Jugendlichen sowie Anke Heise und Michaela Schulze die Gelegenheit, 90 Minuten
Lauferfahrung an einem Stück zu sammeln. Dazu kamen unzählige Steigerungsläufe,
Krafteinheiten und verschiedene Ballspiele. Anstrengend war es nach dem
Bekunden aller, aber auch der Spaß kam nicht zu kurz. Die 18 Teilnehmer,
zwischen 8 und 46 Jahren alt, waren beim Abschlussgespräch allesamt platt und
glücklich, so viel geleistet zu haben. Unterkunft hatten die Aktiven in den Laager Recknitzsporthallen gefunden. Die Stadt Laage hatte diese für die traditionelle Aktion dankenswerter Weise bereitgestellt. AS

Das Foto zeigt die Teilnehmer nach der Betriebsbesichtigung in Güstrow.

 

Sommer-Stundenlaufserie in Güstrow

Die traditionelle Güstrower Stundenlaufserie ist trotz der Sommerferien eine gern besuchte Veranstaltung in den Güstrower Heidbergen.
In den Pokalwertungen, bei der bekanntlich nicht nur die Laufleistung zählt, sondern auch Alter und Gewicht eine Rolle spielen, mischten die Ausdauersportler des SPORTCLUBs  LAAGE recht ordentlich mit. Hier konnte bei den Frauen besonders Anke Heise ein Achtungszeichen setzen. Immerhin gelang es ihr, in der vorgegebenen Stunde 10215 Meter zu laufen, was die 41-jährige auf den 2.Platz der Gesamtwertung brachte. Vereinsintern verwies sie Nicole Siebrecht (8912 m)  und  Michaela Schulze (9516 m) auf die Plätze.
Bester Laager Club-Läufer wurde bei den Herren der 46-jährige Bernd Jänike, der immerhin 13888 Meter in einer Stunde lief. Ihm folgte, vereinsintern, der 15-jährige Tobias Naß mit 12920 gelaufenen Metern, vor dem 46-jährigen André Stache, der 9516 Meter aufbieten konnte. Insgesamt starteten in der
Stundenlaufserie zehn Aktive des SC Laage über 60 Minuten. In der Ergebnisliste
der 30 Minuten Distanz finden sich 13 Recknitzstädter wieder. Hier waren der
10-jährige Maximilian Heise (6043 Meter) und  die 32-jährige Jeanine Blum (4832 m), vereinsintern, nicht zu bezwingen.  Beim abschließenden Paarlauf über eine Stunde konnten die Schwestern Greta (11 Jahre) und Stella Grobbecker (14) in
der Gesamtwertung einen ordentlichen 3.Platz, mit 11795 gelaufenen Kilometern,
erkämpfen. Bei den Herren gelang das dem 41-jährigen Michael Schulze und seinem
Partner Tobias Naß.                                                                                                                                Beide erliefen 16241 Meter. Bestes Mix-Lauf Paar des SCL  wurden Petra Grobbecker und Florian Schulze mit gelaufenen 11695 Metern, auf dem 6.Platz der Mix-Wertung.AS

Das Foto zeigt die 8-jährige Jennifer Heise. Sie lief in 30 Minuten 4802 Meter.

 

Blocky Block Spendenlauf 2011

Am 11.September,  um 10.00 Uhr, wird zum zweiten Mal der Blocky Block Spendenlauf in Laage  durchgeführt. Nach der äußerst erfolgreichen Premiere haben sich die Initiatoren,
Roman Ferken, der Chef des Block Houses in Rostock und der Bereichsleiter des Unternehmens, Stefan Grobbecker , entschlossen, den Ort der Veranstaltung in Laage  zu belassen.
Der Start und das Ziel werden sich im Laager Stadtwald befinden, die Anmeldung wird hingegen in der Laager Recknitzsporthalle ihren Platz haben.                                                 Bei diesem Spendenlauf, an dem jeder teilnehmen kann, sowohl  Vereins – als auch Hobbyläufer, wird auf eine Zeitnahme und sonstigem Leistungsdruck
völlig verzichtet. Im vergangenem Jahr nutzten nicht wenige Ausdauersportler die Gelegenheit, einige Trainingskilometer unter Gleichgesinnten zu absolvieren und dann noch etwas Gutes zu tun.   Neben den gesammelten Spenden und der
sportlichen Betätigung wird es auch in diesem Jahr eine Läufertombola geben.
Tolle Preise warten dann auf alle Aktiven!
Der Erlös des Laufes fließt in vollem Umfang in das Blocky Block Kinderhilfswerk.

Hintergrund:
Um etwas für die Kinder zu tun, die kein so unbeschwertes Leben führen, wurde
das Blocky Block Kinderhilfswerk gegründet. In diesen Fond zahlen alle Block
House Restaurants einen regelmäßigen Betrag ein, der hilfsbedürftige
Kindereinrichtungen unterstützt. AS

Das Foto zeigt „Blocky Block“  beim Spendenlauf  2010.

Sport-Spiele Tag auf dem Fliegerhorst

Es ist schon verrückt. Vor 150 Jahren legten unsere Vorfahren am Tag  noch etwa 15 Kilometer zu Fuß zurück, heute schaffen wir gerade mal 800 Meter.                                           Nicht nur deshalb lud das Evangelische Militärpfarramt Laage zum 2. Mal zum Sport-Spiele Tag ein, und besonders Familien waren dem Ruf von Militärpfarrer Johannes Wolf gefolgt. Auf den großzügigen Sportanlagen des Laager Fliegerhorstes kamen alle Anwesenden auf ihre Kosten.

Nach einer geistlichen Begrüßung, durch den Soldatenseelsorger, wurde
gelaufen, gesprungen und Ball gespielt. Einige Erwachsene versuchten sich auch
in verschiedenen technischen Disziplinen und waren erstaunt, was in den
vergangenen Jahren auf der Strecke geblieben ist. Alles fand unter der Aufsicht
ausgebildeter Übungsleiter statt, so dass nur der eine oder andere Muskelkater
als Erinnerung bleiben sollte.

Seinen Abschluss fand die äußerst gelungene Aktion in den Räumen des Evangelischen
Militärpfarramtes, bei einem gemeinsamen Imbiss.

Zufrieden  tauschten sich alle aus und genossen sichtlich das gemeinsame Beisammen sein.
Ohne  zu vergessen, was Theresa von Avila  (15151582)  vor mehr als  500 Jahren den Menschen mit auf den Weg gab.

– „Tu’ deinem Körper Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen“ –

Für unsere Zeit könnte es bedeuten, dass Menschen die heute keine Zeit für Bewegung
finden, morgen viel Zeit für Krankheiten bereithalten sollten. AS

Das Foto zeigt Teilnehmer des Sport-Spiele Tages.

 

670 Jahre Stadtwall in Laage

Besaß Laage einst eine Stadtmauer?

Laage ist seit 1309, so wollen es einige wissen, eine Stadt. Einige sind aber auch der Meinung, es könnte schon um 1270 gewesen sein. Das um 1216 gegründete Dorf wurde durch die Fürsten zu Werle zur  Stadt erhoben. Mithin war das im Mittelalter. Und heute zeigen so manche Mecklenburger Städte voller Stolz auf solch ein Wahrzeichen städtischer Gewalt. Aber in Laage? Zumindest kennt der geneigte Leser drei Stellen in der Stadt, die als Tore bezeichnet werden: das Rostocker Tor, das in alten Karten als Mühlentor bezeichnet wird, zu Beginn der Hauptstraße, das Pinnower Tor im Verlauf der Pinnower Straße und das Breesener Tor, ziemlich in der Mitte des Straßenzuges Breesener Straße. Aber von Toren, geschweige denn von einer Stadtmauer, ist weit und breit nichts zu sehen. Aber es gibt in der Stadt eine Wallstraße – das könnte ein Fingerzeig sein.  

Breesener- Ecke Wallstraße: Hier war das Breesener Tor (hist. Postkarte)

Wozu könnte eine Stadtmauer gedient haben? Das Mittelalter war angefüllt mit Fehden und Kriegen. Auch Räuber werden ihr Unwesen getrieben haben. Die Bürger wollten und mussten ihr Hab und Gut schützen. Dabei waren die Städte, somit auch Laage, auf sich allein gestellt, denn der Landesherr mit seinen Streitkräften war weit, und schneller Schutz war manchmal vonnöten.  

Schon früh umgaben sich die Städte mit einer Befestigung. Anfangs erfüllte diesen Zweck ein Plankenzaun, wahrscheinlich durch Wall und Graben verstärkt. So ist zum Beispiel überliefert, dass die Güstrower Altstadt bereits 1248 durch „munitiones“ geschützt war, doch bestand die Befestigung noch 1270 aus Planken. So wird es auch in Laage gewesen sein. Vielerorts wurde das primitive Plankenwerk jedoch bald durch widerstandsfähigeres Material ersetzt. Zunächst wurden die Tore aus festem Steinmaterial aufgeführt, dann schützte man auch die gesamte Stadt durch steinerne Mauern. Die Stadtmauern von Güstrow (moenia) werden 1293 zum ersten Mal genannt. Die Landesherrschaft hat die Befestigung der Städte mehrfach gefördert.  

1341 gaben die Fürsten Johann III. von Werle-Goldberg (1295-1352) mit seinem Sohn Nikolaus III. von Werle-Güstrow (1321-1361) mit seinem Bruder Bernhard III. von Werle-Waren († 1378) ihren Städten und Vasallen die Macht, alle Verbrecher gegen den öffentlichen Landfrieden zu richten. Im Jahre 1341 wurde der Wall um die Stadt errichtet. Das ist nun mittlerweile 670 Jahre her. Aber Stadttore im landläufigen Sinne gab es in Laage nicht.  

Carl Beyer berichtet in seiner „Geschichte der Stadt Lage“, dass sich an den oben benannten drei Eingängen zur Stadt Schlagbäume befanden, bei denen Torbuden standen. Neugierige sammelten sich dort, „wenn etwas los war“, besonders zu den Jahrmärkten. Zweimal im Jahre, zu Johannis und Michaelis, erfreute sich der Laager an dem Leben, das in den Ort kam. Volkstümlicher war damals nichts, nicht einmal der Königschuß der Schützenzunft. Am Morgen begaben sich sechs Bürger, die durch das Los bestimmt waren, zu den Schlagbäumen und ließen dieselben nieder, je zwei und zwei standen sie als Wache dabei und erhoben von jedem in die Stadt fahrenden Wagen, vom jedem Pferd und Rind als gesetzliche Abgabe 1 Schilling. Der Rat der Stadt hielt es für nötig, sie jedes Mal zur Höflichkeit zu ermahnen. Die Einnahmen wurden nach Abzug des Ratsanteils unter ihnen gleichmäßig verteilt, denn sie hatten, nachdem sie am Tage tätig gewesen waren, noch an den Abenden ein beschwerliches Werk. Mit Gewehren ausgerüstet mussten sie Patrouille gehen, alle Ruhestörer, alle, die an verbotenen Stellen rauchten, in Haft nehmen, um 10 Uhr abends Feierabend gebieten, die Trunkenen von den Straßen aufheben und unter Obdach bringen.  

Doch die Errichtung und Erhaltung der Befestigungsanlagen war Aufgabe der Städte selber. Dem Rat standen dafür nicht nur die städtischen Finanzquellen zur Verfügung, er hatte auch das Recht, von den Bürgern Hand- und Spanndienste zur Errichtung und Erhaltung der Stadtbefestigung zu verlangen. Um einer Schädigung der Wehranlagen vorzubeugen, verbot der Rat vielfach, der Stadt Gräben, Wälle oder Mauern zu besteigen oder dort Vieh zu treiben. Zur Sicherung der Befestigungswerke musste der Wasserstand in den Gräben ständig reguliert werden. Das war meist eine Aufgabe der Müller.  

Das Mühlen- oder Rostocker Tor. Links die nicht mehr vorhandene Mühle (hist. Postkarte)

Die Stadt musste jederzeit den Angriff auswärtiger Feinde abzuwehren in der Lage sein. Die Wehrkraft der Stadt beruhte auf der allgemeinen Wehr- und Dienstpflicht der Bürger. Aufgabe der Bürger war es, die Stadt zu bewachen und beim Anzuge von Feinden zu verteidigen. Nur der Geistlichkeit wurde Befreiung wie von allen weltlichen Lasten so auch vom Wachdienst gewährt. Das galt auch in Laage. 1371 befreite der Rat der Stadt Laage das Haus einer Vikarei von dieser Aufgabe (siehe MUB 18, 10262). Die städtischen Wachen genossen den unbedingten Schutz der Stadt.  

Die Bewachung der Stadt erstreckte sich auf das Stadtinnere, die Stadtmauern und die Tore. Zum Teil war es nur der Nachtwachdienst, in einigen Städten wird jedoch auch die Tagwache unter den Bürgerpflichten genannt. Die Wachen waren durch die Handwerker zustellen. Verantwortlich für die Gestellung der Wachen scheinen die Zünfte gewesen zu sein. Um die Wachen entsprechend auszubilden, wurden Schützengesellschaften gebildet, in Laage 1705 die noch heute bestehende Schützenzunft.  

Auszug aus der Stadtkarte nach dem Stadtbrand 1759. Der Wall zog sich hufeisenförmig um die Stadt.

Eine Frage ist noch offen: Wo nun verlief denn der Wall um Laage? Fixpunkte sind die oben erwähnten „Stadttore“, also die Standorte der in den 1860er Jahren beseitigten Schlagbäume. Die Straßennamen Wallstraße und Achtern Wall weisen darauf hin, dass hier der Laager Wall verlief. Auf einer historischen Karte, die Laage nach dem Stadtbrand von 1759 zeigt, ist der Wall und der Wallgraben zu erkennen. Und sogar Reste des Walls sind heute noch vorhanden: Wenn man die Gasse Achtern Wall zwischen dem DRK-Heim und den Grundstücken an der Straße der Einheit entlang geht, sind linker Hand noch Feldsteinmauern zu sehen, die einst zum Wall gehörten. Auch einen Erdwall kann man in Teilen noch sehen: hinter der Straße des Friedens.  

mw  

Quellen:  

Wolf-Heino Struck, Die Geschichte der mittelalterlichen Selbstverwaltung in den mecklenburgischen Landstädten. in: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Bd. 101, Schwerin,1938  

Carl Beyer, Geschichte der Stadt Lage, Schwerin, 1887  

Peter Zeese, Chronik der Stadt Laage, unveröffentlichtes Manuskript, Laage, o.J.  

Naturlehrpfad eingeweiht

Der Naturlehrpfad vom Scheibenberg (Judenberg) über den Nelkenberg bis zum Langen Berg ist Mitte Dezember 2010 eingeweiht und damit zur Nutzung freigegeben worden. Damit ist das Mikroprojekt „Naturlehrpfad Recknitz-Düne“ im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „STÄRKEN vor ORT“ im Landkreis Güstrow abgeschlossen.

Petra Müller und Fritz Abs weihen den Naturlehrpfad ein (Foto: mw)

Naturlehrpfad eingeweiht weiterlesen